Bartgeier
Der Bartgeier ist mit knapp drei Metern Spannweite größte Vogel der Alpen. Obwohl seine Nahrung zur Gänze aus Aas und davon zu etwa 90% aus Knochen besteht, wurde er Opfer einer Rufmordkampagne, welche ihm bis hin zum Kinderraub alle mögliche Untaten unterstellte.
Letzte „Rettungsbemühungen“ zum Erhalt dieser Art um die Wende zum 20. Jahrhundert scheiterten und 1915 hatte schlussendlich der Zeitgeist das Schicksal dieses völlig friedfertigen Vogels besiegelt. Der „Lämmergeier“, wie der Bartgeier aufgrund der Verwüstungen, die in Schafherden angerichtet haben soll, auch genannt wurde, war somit aus den Alpen verschwunden.Dass heute wieder Bartgeier in den Alpen fliegen, ist auf ein großes Artenschutzprojekt zurückzuführen. Nachdem man mit den letzen in Gefangenschaft lebenden Bartgeiern begonnen hatte einen Zuchtstock aufzubauen, konnten 1986 die ersten Tiere wieder freigelassen werden. Bis heute wurden alpenweit fast 150 Bartgeier in die freie Wildbahn entlassen und man kann abzüglich er Ausfälle davon ausgehen, dass wieder an die 125 Bartgeier den gesamten Alpenbogen durchstreifen. Die Entwicklung des Bestandes verläuft positiv, denn zusätzlich zu den freigelassenen Tieren reproduzieren Bartgeier seit 1997 wieder in freier Wildbahn. In Österreich trägt der Nationalpark Hohe Tauern in Zusammenarbeit mit dem Verein Eulen- und Greifvogelschutz die Schirmherrschaft über das Ansiedlungsprojekt.
Um Mithilfe gebeten!
Der Erfolg des Projektes und der Bestand an Bartgeiern kann nur durch ein alpenweites Netz aus etwa 15.000 freiwilligen Helfern, die Bartgeierbeobachtungen an die zuständigen Stellen melden, abgeschätzt werden. Vielleicht möchten auch Sie ein wenig zum Artenschutz beitragen, indem sie eine etwaige Bartgeiersichtung melden. Das österreichische Projekt-Team bedankt sich im vorhin recht herzlich bei allen, die die Rückkehr des größten Vogels der Alpen auf diesem Weg unterstützen.
Meldeadresse:
Tel.: 0664/8203055
e-mail: Beobachtung@gmx.net
www.bartgeier.ch
26.11.2009,


