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Bienenfresser mit Beute
Foto: vorauer, friends w...

Bienenfresser

Der Bienenfresser (Merops apiaster) ist ein hochspezialisierter Jäger größerer Fluginsekten, wie z.B. Wespen, Bienen, Schmetterlingen und Libellen und gilt in Österreich als gefährdet.

Als Lebensraum benötigt er eine kleinstrukturierte Kulturlandschaft mit extensiven Weinbau- und Ackerflächen, Weideflächen, insektenreichen Brachen und Trockenrasen mit Einzelbäumen und - büschen. Er bezieht ab Mitte Mai seine Brutplätze im pannonischen Osten Österreichs und verlässt uns bereits Mitte August wieder Richtung West- und Südafrika.

Mangels natürlicher Geländeanrisse (Prallhänge von Flussufern) werden die Brutröhren in grabfähiges Material von künstlichen Geländeanrissen wie beispielsweise Sand-, Lehm- und Schottergruben, Hohlwegen und Weingartenterrassen gegraben. Die Brutröhren sind ca. 1,20 m lang und münden in einen geräumigen Brutkessel.

Der Bienenfresser ist ein Koloniebrüter, welcher bei uns am Nordrand seines Verbreitungsgebietes lebt. In Niederösterreich brütet er vor allem in den Hundsheimer Bergen und im Arbesthaler Hügelland, im Burgenland sind die Parndorfer Platte und der Heideboden sein Hauptverbreitungsgebiet.

Bagger bei der Brutwandpflege
Foto: B. Wendelin
In den großen Kolonien werden die Brutwände relativ rasch "verbraucht", regelmäßige Pflegeeingriffe, wie z.B. das Nachgraben von Steilwänden, sind unumgänglich. Eine Brutwand die zu viele alte Bruthöhlen aufweist oder die schon zu sehr abgerutscht ist, kann von den Bienenfressern nicht mehr genutzt werden. Mit Hilfe eines Baggers wird der verbrauchte Teil der Brutwand abgegraben, sodass für den Bienenfresser frische, grabfähige Brutwände bereit stehen.

Managementmaßnahmen und Monitoring werden von den Ländern Niederösterreich und Burgenland, dem Fachverband der Stein- und keramischen Industrie sowie dem Lebensministerium finanziert. 

Weitere Infos:
Burgenland: beate.wendelin@netway.at
Niederösterreich: difrankgrinschgl@aon.at
 

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26.11.2009,