Birkhuhn
Renaturierung des Böhmergutmoores bei Liebenau zur Stärkung des Birkhuhnvorkommens in der böhmischen Masse.
Außerhalb des Truppenübungsplatzes Allentsteig hat das Birkhuhn (Tetrao tetrix) im Grenzbereich des Mühl- zum Waldviertels sein letztes Reliktvorkommen der böhmischen Masse.Bei Liebenau, einem "Zentrum" der österrreichischen Restpupulation wurden zwei Naturschutzgebiete und eine Reihe von weiteren Schutzmaßnahmen (Rodung eines Moores, Freistellen von Nahrungsflächen, Verlegung von Loipen, Informationstätigkeit, etc.) zugunsten der Birkhühner realisiert.
Durch die Renaturierung des Böhmergutmoores (insgesamt ca. 5 ha) wurde neuer Lebensraum für das Birkhuhn geschaffen wurde. Eine Fichtenaufforstungen (ca. 2 ha) auf Moorboden wurde gerodet und die Öffnung des Moores zum extensiv genutzten, angrenzenden Kulturland durchgeführt.
Diese Maßnahmen wird dem Birkhuhn aber auch anderen gefährdeten Moorarten (z. B. Hochmoor-Perlmutterfalter - Boloria aquilonaris), sowie auch den gefährdeten Arten der Waldsäume wie Haselhuhn (Bonasa bonasia) oder Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) zu Gute kommen.
Das Projekt wurde von der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich gemeinsam mit dem Lebensministerium finanziert und vom WWF-Oberösterreich durchgeführt. Durch die Renaturierung des Böhmergutmoores soll in der Region beispielhaft vorgezeigt werden, wie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie sowohl dem Artenschutz als auch der Lebensqualität der Bewohner (durch Erhaltung offener Lebensräume) dienen kann.
26.11.2009,

