Hundsfisch
Der Europäische Hundsfisch (Umbra krameri) galt in Österreich seit Jahrzehnten als verschollen und wurde 1992 im Fadenbach bei Orth/Donau und Eckartsau "wiederentdeckt".
Um die letzten Exemplare zu retten und dieser Art wieder Ausbreitung zu ermöglichen, wurde im Nationalpark Donau-Auen, der wie alle Nationalparke zur Hälfte aus den Mitteln des Lebensministeriums finanziert wird, ein aufwändiges Projekt gestartet.Der Hundsfisch ist ein ca. 10 cm langer, rötlichbrauner Fisch mit dunklen Flecken und hellen Längsstreifen, der sich von kleinen Insekten, Schnecken und Krebstieren ernährt. Der bevorzugte Lebensraum sind sumpfige, zeitweise sauerstoffarme, pflanzenreiche Gewässer mit weichem Boden - ein heute selten gewordener Gewässertyp.
Im Rahmen des Rettungsprojektes für den Hundsfisch wurden die Verbindungsgräben zwischen den alten Schlingen des Fadenbaches wieder eingetieft. So kann der Hundsfisch während eines Großteils des Jahres zwischen diesen bisher isolierten Lebensräumen wandern. Auch Rückzugsmöglichkeiten, wie tiefere Tümpel für Trocken- und Frostperioden wurden geschaffen. Im Rahmen eines Nachzuchtprogramms werden Jungfische sukzessive in geeigneten Gewässern ausgesetzt. Weiters werden an interessierte Aquarianer und Gartenteichbesitzer Hundsfische abgegeben. Alle Partner verpflichten sich zu regelmäßigem Tausch (Vermeidung von Inzucht) und zur Bereitstellung von Jungtieren für die Wiederansiedelungen.
Weitere Infos:
nationalpark@donauauen.at
01.12.2009,


