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Luchs
Foto: Nationalpark

Luchse im Wald- und Mühlviertel

Der Luchs (Lynx Lynx) wird als einer der "drei heimischen großen Beutegreifer" in Anhang II der FFH-Richtlinie angeführt, was bedeutet, dass für seine Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. Auch wird er im Anhang III der Berner Konvention geführt.

Seine Ende der sechziger Jahre von Tschechien aus beginnende Rückwanderung nach Österreich wird mancherorts begrüßt, teilweise aber mit Skepsis oder klarer Ablehnung verfolgt. Im Auftrag des Landes Niederösterreich, des NÖ Landesjagdverbandes und des Lebensministeriums sollten die Auswirkungen des Luchses auf den wiederbesiedelten Lebensraum Wald- und Mühlviertel untersucht werden.

Leider muss davon ausgegangen werden, dass es in den vergangenen Jahren zu Abschüssen der in Österreich ganzjährig geschützten Tiere gekommen ist. Weitere Ausfälle gab es durch Unfälle mit KFZ. Durch diesen Populationsrückgang bei extrem kleiner Ausgangspopulation von 8 bis 9 Luchsen im Wald- und Mühlviertel wurde der Schwerpunkt des Projektes auf die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit verlagert. Im Rahmen von Ausstellungen, Informationsabenden sowie Veröffentlichungen in Jagdzeitschriften wurde fundierte Sachinformation über die Auswirkungen der wiederkehrenden Luchse auf ihren Lebensraum an die interessierte Öffentlichkeit weitergegeben. Ziel dieser Öffentlichkeitsarbeit war es, das Wissen über den Luchs und damit auch die notwendige Akzeptanz zu fördern.

Im Untersuchungszeitraum gab es im Wald- und Mühlviertel 3 bis maximal 4 Luchse, die z.T. auch Grenzgänger nach Tschechien waren. 82% der dokumentierten Luchsrisse betreffen Rehe, 12% Rotwild, 3% Fuchs, 2% Sikawild und 1% Hasen. Der Luchs nutzt im Untersuchungsgebiet nicht nur die geschlossenen Waldgebiete, sondern (28% der Beobachtungen!) auch offenes Gelände.
Weitere Infos: wwn.forstner@utanet.at
 
 

27.04.2007,