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Bild in einem Popup öffnenLungenenzian-Ameisenbläuling
Foto: B.C. Schlick-Stein...

Lungenenzian-Ameisen-Bläuling

Der Lungenenzian-Ameisen-Bläuling (Maculinea alcon) zählt zu Europas am stärksten gefährdeten Tagfaltern. Er ist auf seine Raupennahrungspflanze, den Lungenenzian, und seine Wirtsameisen der Gattung Myrmica angewiesen und lebt ausschließlich auf Mooren und Feuchtwiesen.

Das Projekt Lungenenzian-Ameisen-Bläuling wurde vom Lebensministerium gemeinsam mit den Ämtern der Burgenländischen und der Niederösterreichischen Landesregierung finanziert. Es ist die Grundlage für konkrete Schutzmaßnahmen.

Die erfassten Teilpopulationen bilden mit den 2 weiteren bekannten Vorkommen insgesamt 4 Kleinstpopulationen mit jeweils unter 50 Individuen. Die Gesamtzahl an Lungenenzian-Ameisen-Bläulingen in Niederösterreich und im Burgenland liegt daher unter 200 Individuen. Die Art ist in beiden Bundesländern akut vom Aussterben bedroht.

Als wichtigste Forderungen an ein Schutzkonzept - bezogen auf die genauen Standorte - wurden erarbeitet:

Stopp des Grünlandumbruches
Stopp der Grünlandintensivierung
Stopp von Entwässerungen, Erhalt und Wiederherstellung des offenen Charakters der Lebensräume
Entfernung von Aufforstungen und Verbuschung
Mahd im Herbst
Erhalt bzw. Vergrößerung aller aktuellen Habitate
Schaffung offener Bodenstellen zur Förderung des Lungenenzians
Entwicklung zusätzlicher Habitate zur Vernetzung der bestehenden Teilpopulationen
Minimierung des Nährstoff- und Biozideintrags

Bei der Umsetzung wird die Diskretion über die exakten Fundorte besondere Bedeutung haben.

Weitere Infos: B.C.Schlick-Steiner und F.M.Steiner: h9304696@edv1.boku.ac.at 
H. Höttinger:  hoetti@edv1.boku.ac.at