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Die Jungbestandspflege - eine wichtige Arbeit im Wald
Foto: LFZ / Buchgraber

Wald für Generationen

Nachhaltige Waldbewirtschaftung sorgt dafür, dass unsere nachfolgenden Generationen ein gesundes Erbe übernehmen können. Die gegenwärtige Waldbewirtschaftung in Österreich ist als nachhaltig im Sinne des Österreichischen Forstgesetzes zu bezeichnen.

Das österreichische Forstgesetz ist eines der strengsten weltweit. Es ist auf die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung ausgerichtet.
 
Seit der Novelle 2002 steht deren Definition am Beginn des Forstgesetzes und stellt die Sicherung der nachhaltigen Multifunktionalität des Waldes noch stärker in den Vordergrund. Die Forstwirtschaft legt sich dabei weit strengere und vor allem wesentlich langfristigere Maßstäbe an, als alle anderen Wirtschaftsformen. Schließlich pflanzen wir jetzt den Wald, den unsere nachfolgenden Generationen ernten werden.
 
Aber nicht nur die Nutzfunktion des Waldes, die Produktion des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist wichtig. Weitere Funktionen des Waldes laut österreichischem Forstgesetz sind die Schutzfunktion, die Erholungsfunktion und die Wohlfahrtsfunktion.
 
Die Waldbewirtschaftung erfüllt Aufgaben für die Allgemeinheit, wie Pflege und Instandhaltung von Bann- und Schutzwäldern. Diese bieten Schutz vor Hangrutschungen und Erosion, die unsere Siedlungsräume und Verkehrsflächen massiv bedrohen würden.
 
Die Waldwirtschaft trägt in hohem Maße zur Sicherung der Lebensgrundlagen Wasser und saubere Luft bei. Der Wald und die grünen Waldpflanzen produzieren im Rahmen der Photosynthese Sauerstoff. 
 
Der Wald bietet Raum für Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Ob Wandern, Spazierengehen oder sonstige sportliche Betätigung. Der Wald ist eine natürliche Sportarena.
 
Um die für die gesamte Bevölkerung wichtigen Leistungen zu erbringen sind Waldflächen auf Extremstandorten oft nur mit hohem Aufwand zu bewirtschaften. Daher ist es erforderlich, neben gesetzlichen Auflagen auch finanzielle Anreize durch Förderungen zu schaffen, um die notwendigen Walderhaltungs- und Pflegeleistungen fair abzugelten. 
 
Die Förderung der österreichischen Forstwirtschaft erfolgt sowohl durch ein nationales als auch ein EU-kofinanziertes Programm. Im Rahmen des Programms zur Förderung des ländlichen Raumes werden Schutzwaldprojekte, Neuaufforstungen, Umwandlungen von standortwidrigen und ertragsschwachen Wäldern, Waldpflege, Aufklärung und Beratung, ferner investive Maßnahmen, aber auch der Forstwegebau gefördert.
 
Ohne Forstwege ist die nötige Waldpflege entsprechend dem Stand der Technik oder die Durchführung von phytosanitären Maßnahmen sowie eine wirtschaftliche Holzernte kaum durchführbar.

15.02.2008,