Luftqualität
Gesunde Luft zum Atmen, auch in städtischen Ballungsräumen, ist Ziel der Umweltpolitik. Für den Menschen, die Tierwelt, unsere Böden und das Wasser ist saubere Luft, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, grundlegend notwendig.
Luftschadstoffe werden bei Verbrennungs- und Vergärungsvorgängen, bei der industriellen Produktion und im Rahmen anderer menschlicher Tätigkeit in die Außenluft (im Freien), aber auch in die Innenluft (in Innenräumen) emittiert. Sie können ab bestimmten Grenzwerten gesundheitsschädlich und umweltbeeinträchtigend sein.In Österreich wurden umfangreiche Investitionen in die Luftreinhaltung durchgeführt.
Welche Erfolge konnten verbucht werden?
- Bei Schwefeldioxid konnte von 1990 bis 2003 ein Emissionsrückgang von 55 Prozent verzeichnet werden.
- Bei Quecksilber und Cadmium gab es von 1990 bis 2003 eine Reduktion um die Hälfte bzw. ein Drittel und bei Dioxinen ein Minus von 73 Prozent.
- Bei Stickstoffoxiden ist hingegen nur ein leichter Emissionsrückgang zu verzeichnen.
- Die mit der Einführung der Katalysatorpflicht bei PKW erzielte NOx-Reduktion ist durch das massive Wachstum des LKW-Verkehrs kompensiert worden.
- Bei Kohlenmonoxid konnte eine weitere Abnahme der Emissionen festgestellt werden.
Auch die Emissionen anderer Ozonvorläufersubstanzen (flüchtige organische Verbindungen) sind in den letzten Jahren deutlich gefallen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der verpflichtende Einbau von Russpartikelfiltern oder ähnlicher technischer Maßnahmen bei Dieselfahrzeugen.
Bei den Treibhausgasen insgesamt kam es von 1990 mit 79,1 Tonnen CO2 -Äquivalent zu einer Steigerung auf 93,3 Mio. t CO2 -Äquivalent im Jahre 2005. Als Treibhausgase gelten Kohlendioxid (CO2 ), Methan (CH4 ), Lachgas (N2 O) und Flourierte Gase. Dabei kam es bei CO2 zu einer Steigerung, während die anderen Treibhausgase rückläufig waren. Kohlendioxid hat somit im Jahr 2005 einen prozentuellen Anteil von 85 Prozent an den Treibhausgasen.
Bei den Kohlendioxid-Emissionen wurden im Jahr 2005 79,7 Mio. Tonnen CO2 -Äquivalent erzeugt. Im Vergleich dazu waren es im Basisjahr 1990 61,9 Mio. Tonnen.
Bei welchen Sektoren kam es zu so einem großen Anstieg der CO2 -Emissionen? Den stärksten Anstieg und zwar um 94,3 Prozent gab es beim Verkehr und zwar von 12,4 Mio. t CO2 im Jahr 1990 auf 24,1 Mio. t CO2 im Jahr 2005. Auch die Energieversorgung und die Industrie verzeichneten Zunahmen bei den CO2 -Emissionen im Vergleichszeitraum 1990 bis 2005, nur die Kleinverbraucher zeigten einen schwachen Anstieg.
Ein Problem sind auch die Überschreitungen des Immissionsgrenzwertes für Schwebestaub (Feinstaub). Schwerpunkte der Belastung sind Wien, Graz und Linz sowie einige verkehrs- bzw. industrienahe Standorte.
Um die Qualität der Innenraumluft sicher zu stellen, werden mit einer Richtlinie bestimmte in Innenräumen vorkommende Luftschadstoffe einheitlichen Richtwerten unterworfen, die ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit sicherstellen.
Das Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L), das auf europaweit abgestimmten Grenzwerten für Luftschadstoffe beruht, sichert den Trend zur Luftverbesserung langfristig ab.
Zur Kontrolle der Luftgütesituation tragen die mehr als 100 Luftgüte-Messstellen bei. Sie sind die Basis für die Planung von Luft-Reinhaltemaßnahmen und für die Information der Bevölkerung über die Schadstoffbelastung der Umgebungsluft.
22.02.2008,


