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Genuss Region Südburgenländische Weidegans - Sonnenblumenfeld im Südburgenland
Foto: BMLFUW/Rita Newman

Alternativen zu Atomstrom

1978 hat Österreich in einer Volksabstimmung gegen die Nutzung der Kernkraft zur Energieerzeugung votiert. Österreich zählte zu den am stärksten von der Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl (1986) betroffenen Staaten Mitteleuropas und ist auch heute noch von zahlreichen Kernkraftwerken umgeben.

Basis der heimischen Kernenergiepolitik ist die Überzeugung, dass die Kernenergie nicht mit den Prinzipien und Prioritäten einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang zu bringen ist. Österreich versteht sich als Schrittmacher auf dem Weg zu einer kernenergiefreien Energieversorgung. Deshalb fordert Österreich höchstmögliche Sicherheitsstandards der in Grenznähe befindlichen oder geplanten ausländischen Kernkraftanlagen.
 
Die Antiatompolitik der österreichischen Bundesregierung stützt sich auf drei strategische Eckpfeiler:
 
1.       Reduktion der Gefährdung durch kerntechnische Anlagen. Das kann die Schließung gefährlicher Anlagen ebenso wie die sicherheitstechnische Nachrüstung bestehender Anlagen bedeuten. Auf Betreiben Österreichs sind im Rahmen der EU-Erweiterung deshalb auch Kernkraftwerke geschlossen worden bzw. verbindliche und vorgezogene Schließungstermine festgelegt worden. In anderen Fällen mussten technische Verbesserungen durchgeführt werden.
 
2.       Darüber hinaus setzt Österreich auf Energiepartnerschaften mit den Staaten Zentral- und Osteuropas, um die Voraussetzungen für einen Verzicht auf Kernenergie in diesen Ländern zu schaffen.
 
3.       Weiteres Ziel ist die Weiterentwicklung und Verbesserung rechtlicher Instrumente auf internationaler Ebene sowie von Kontroll- und Frühwarnsystemen zum Schutz der österreichischen Bevölkerung und der Umwelt beim Betrieb von Kernkraftanlagen im benachbarten Ausland.
 
Österreich verfügt mit über 330 Stationen über ein flächendeckendes Netz zur permanenten Messung der radioaktiven Strahlung.
 
Auf internationaler Ebene forciert Österreich die Stärkung der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) als Kontrollinstrument und die Mittelsteigerung für nicht-nukleare Energieforschung in den europäischen Forschungsprogrammen.

18.02.2008,