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Canada
Foto: Leigh Ogden

Konvention zur Regelung des Walfangs

Durch die exzessive Waljagd in den vergangenen Jahrhunderten wurden zahlreiche Walarten an den Rand des Aussterbens gebracht und sogar ausgerottet. Zum besseren Management einiger der letzten Wal-bestände wurde im Jahr 1946 das "Intern. Übereinkommen zur Regelung des Walfangs" verabschiedet.

Die damit eingerichtete "Internationale Walfangkommission" (IWC) trifft sich seither jährlich, um z. B. nötige Maßnahmen zu beschließen, Schutzgebiete einzurichten und Forschungsaktivitäten zu koordinieren.
Da sich zahlreiche Walbestände nicht erholten, wurde im Jahr 1986 ein Walfangmoratorium beschlossen. Lediglich indigenen Gruppen in Dänemark/Grönland, USA, Russland und in der Karibik werden Quoten zugeteilt. Japan, das im Rahmen einer Ausnahmeregelung unter dem Vorwand der "Wissenschaft" Wale sogar im "Antarktischen Schutzgebiet" tötet, Norwegen, das das bestehende Moratorium nicht anerkennt (Vorbehalt) und kommerziell Zwergwale tötet, Island, das ebenfalls wissenschaftlichen Walfang betreibt und das Moratorium nicht anerkennt, sowie eine Reihe weiterer Staaten üben mittlerweile starken politischen Druck aus, um kommerzielle Walfangaktivitäten sowie den Handel mit Walfleisch in Hinkunft wieder zu legalisieren.
Österreich ist seit 1995 Vertragspartei des Übereinkommens (BGBl. 44/1995) und setzt sich bei diesen Konferenzen aktiv für den größtmöglichen Schutz aller Wal- und Delfinarten ein. Dies mag verwundern, da Österreich ein Binnenland ist, dennoch hat auch ein Binnenland Verantwortung für "Global Commons", in dem Fall Meeresressoucen. Außerdem kann Österreich auf internationale Erfolge im Bereich Meeresforschung verweisen.
Die Entscheidungen bei den IWC-Konferenzen werden meist mittels nicht-geheimer Abstimmung getroffen. Österreich als ein Land, in dem Natur- und Artenschutz von hoher Priorität sind, ist besorgt über die zunehmende Anzahl jener Staaten, die für Walfang sowie für den Handel mit Walfleisch und -produkten eintreten und die Einrichtung von neuen Schutzgebieten verhindern.

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andrea.nouak@lebensministerium.at

31.03.2008,